Carl Anton Weber
 Friedrichstr.21
 77955 Ettenheim

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Einleitung (vorgegebener Einstieg)

Die Ankunft

Schwerfällig und angestrengt nimmt der Bus wieder Fahrt auf. Eine schwarze Wolke verdüstert das fauchende Heck. Dieses Gehupe. Diese Schwüle, von wegen Klimaanlage. Meine Beine kleben an einem ekligen roten Kunststoffbezug des Sitzes. Neben mir ein ekliger, fetter Typ. Draussen ziemlich viel staubiges Rot, angestaubte Palmen huschen vorbei, bisher nur armselige Behausungen aus Holz, oder Beton, Kinder rennen einem Ball hinterher.
Das Spiegelbild im Fenster, cool und schön , wie alle Spiegelbilder. Die Haare hinten zum Pferdeschwanz zusammengebunden, wie immer auf Reisen, und dann diese obercoole Sonnenbrille, die ich kurz vor der Abreise erstanden habe.
Das durchsichtig schmeichelhafte Spiegelbild kann allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass ich mich nach der langen Reise kaputt fühle, erschlagen, nass und klebrig - aber irgendwie nicht richtig müde. Der Punkt der normalen Müdigkeit habe ich längst hinter mir. Bin in der Phase der abgespannten Wachheit angekommen.
Onkel Fred konnte ich vom Flughafen nicht erreichen. Mein Handy funktioniert ebenfalls nicht. Aber deswegen mache ich mir keine Sorgen. Hier funktioniert kein Handy. Völlig normal.

Er könne mich leider nicht abholen, aber es sei ganz einfach.
In den Bus Nummer 28 einsteigen, direkt am Arrival Terminal, nach 7 Stationen aussteigen. Churchstreet. Auf keinen Fall ein Taxi nehmen. Und bitte keine überdimensionierten Koffer. Ich bräuchte hier nicht viel. Sieben Stationen.
Der Bus hält jetzt das vierte Mal. Niemand steigt aus. Zwei Männer in fleckigen Hemden steigen zu. Der kleinere von beiden trägt eine schwarze Baseball-Kappe mit NewYorkCity-Logo. Bleiben neben dem Ausgang stehen.

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Selbstverständlich ist jetzt nur der Anfang bzw. das Ende der Geschichte sichtbar. Aber der gesamte Text wurde eingefügt.

Ende (vorgegebener Schluss)

Dieses Männchen mit dem schwarzen Hut, den er immer wieder festhalten muß. Wie lächerlich. Verstehen kann man ihn schon gar nicht, dafür weht der Wind aus der falschen Richtung und zu böig. Verwundert blicke ich mich um. Hatte Fred wirklich so viele Freunde und Bekannte. Achtlos stehen sie auf angrenzenden Gräbern, die wenigen Pflanzen zertrampelnd. Zwei Polizisten in Uniform und Spiegelbrille verharren in einiger Entfernung, regungslos. Das Männchen mit dem Hut kommt auf mich zu, gibt mir die Hand, murmelt etwas mit gesenktem Blick. Ich muss ihm die linke entgegenstrecken. Die Schmerzen im bandagierten rechten Arm sind auch nach beinahe einer Woche sehr gegenwärtig.
Ein Klagelied erhebt sich über dem Friedhof vom böigen Wind zerfleddert, schön und traurig. Tränen steigen mir in die Augen. Warum Warum Warum. Stark bleiben, nur jetzt keinen Schwächeanfall. Die Leute schauen zu mir rüber.
Zwischen Sträuchern etwas abseits des frisch ausgehobenen Grabes sehe ich ihn. Offensichtlich beobachtet er mich schon länger. Ein Gefühl grosser Dankbarkeit durchströmt mich mit Wärme. Ich hebe leicht die linke Hand zu einem angedeuteten Gruss, den er auch prompt erwidert. Ein Lächeln umspielt seine Lippen.
Diesmal nehme ich das Taxi zum Airport. Es darf jetzt nichts mehr schief gehen. Ich muss weg! Sehr schnell weg! Erst im Flieger werde ich mich wieder sicher fühlern.

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